Aus dem Unterholz der Dummheit – Kapitel 8 (Teil 1)

Liebe Leserinnen und Leser,

vorneweg:
Sollte Ihnen genau in dieser Minute eine kurze Phase unvermeidlicher Saumseligkeit oder unerfüllten Ausharrens bevorstehen, folgt hier und jetzt mit diesem Reisebericht eine ausformulierte Höchsterbarmung – nur für Sie: jene, die sich eben für diese Zeilen und aus freien Stücken entscheiden wollten.

Dieser Bericht kommt mit Wucht auf Sie zu, wird Sie in Angst und Schrecken versetzen, in Aufruhr, in Erregung, in ein mentales Ungleichgewicht stürzen, das Menschen immer dann aufzureiben vermag, wenn sie zum Zuschauen und gleichsam zur Untätigkeit verdammt, wenn sie in ihre Phantasie entführt, aber an ihren Händen gefesselt, wenn sie voll der Ahnung, aber bar aller Kraft sind. Er wirkt erschütternd, dass selbst mir gerade der Schweiß ausbricht – zum dritten Mal:

  • beim Erleben,
  • beim Schreiben und
  • beim Lesen!

Reisen Sie nun mit mir nach Windsor. Nein, nicht ins britische Könighaus. Nach Windsor, gegenüber von Detroit. Jenseits des Detroit Rivers – in Kanada! Den zweiten Blick für das Unterholz der Dummheit im Gepäck. Kein leichtes Gepäck, mehr eine Bürde, eine Last, ein dräuendes Ungemach in einer Vorstellungswelt – im letzten Winkel der Vorstellungswelt eines phantasiebegabten Menschen…

Für diesen Reisebericht empfiehlt der Autor:

  • ein Vorpraktikum in einem heimischen Krematorium,
  • eine verspiegelte Sonnenbrille,
  • etwas Glück im Spiel und
  • einen gültigen Reisepass.

Es folgt nun aus einer Knastzeit, in der Festnetzanschlüsse ausgerechnet die Verbindungsqualität ohrenschmausender Faxgeräusche haben.

Aus dem Unterholz der Dummheit – Kapitel 8
Ein Bericht mit acht Nullpunkten (hier die ersten vier)

Ein Sitz am Gang: von Amerika nach Kanada, von Michigan nach Ontario, von Detroit nach Windsor. Und zurück!

Aller Anfang ist leicht: Der Flug mit United Airlines, die Wartezeiten, die Transfers und auch der Service sind wundersamerweise ohne Fehl und Tadel. Schlaf gab’s zwar keinen, dank kopfscheuer Erziehungsberechtigter und übernächtigter wie unbändiger Quarren, aber die Detroit Motor Show, eine Automesse mäßigen Zaubers und mit zerbrechlicher Fassade, startet erst am nächsten Morgen, und so bleiben mir noch gut 18 Stunden in dieser nordamerikanischen Zwischenwelt.

Den trübsten aller Sonntagnachmittage seit Menschengedenken im Wintersmog von Detroit zu verbringen, hat den Charme eines ausgelassenen Familienausfluges auf den Mittelstreifen einer sechsspurigen Autobahn – bei etwas Schneeregen und böig auffrischendem Polarwind aus unterschiedlichen Richtungen. Ein kostenloses Selbsterfahrungsseminar mit der Lizenz zum Grauen.

Der bizarre Liebreiz von Detroit Downtown zieht

  • gestrandete Untote,
  • fahlhäutige Schattengewächse und
  • Zeitzonenzombies (wie mich!) ebenso in seinen Bann wie
  • dauerhaft streikende Bauarbeiter – zumindest dem jämmerlichen Zustand der Straßen nach zu urteilen.

Verglichen mit der weltgrößten Ansammlung von Grabmalen ist diese Stadt zwar nicht annähernd so kunstvoll, aber immerhin eine gute Dimension unwirtlicher. Hier eine veritable Autobombe zu zünden, würde das ramponierte Straßenbild vermutlich nur für Einheimische merklich verändern.

In meinem Hotelzimmer des Detroit Marriott ist die Welt noch in Ordnung. Der Stadtplan, den mir der freundliche Rezeptionist vor zehn Minuten ausgehändigt hat, liegt ausgebreitet vor mir auf dem Hotelbett: Zuerst zur Joe Louis Arena, dann über das Cobo Center bis zum Witherell Semicircle und zurück. Auf dem Plan eine kleine Verlockung. Eine Freiluftalternative zu den zahllosen wie ermüdenden Fernsehpredigern auf fast allen hiesigen Fernsehkanälen des Hotels.

Los geht’s:
Schon die ersten Meter des zur Aufhellung meines Gemütszustandes gedachten Stadtspaziergangs haben eine ernüchternde Wirkung: Beachtlich nieselnder Gegenwind und das bleigraue Antlitz verwaister Straßencanyons mit einem Kuschelfaktor nahe Null sind der Quell herzerfrischender Selbstmordgedanken.

Der erste Nullpunkt: Ich friere…

Reichlich hirnverbrannte Ideen gibt es ja immer wieder, aber einen zerstreuenden Streifzug in der Ödwelt Detroits als potenziell erheiternd einzuschätzen, grenzt an hemmungslose Selbstbissigkeit (ohne jede Not!); eine Idee, die einer Verzweiflungstat in einer ausgeprägten Kreativpause des Lebens gleicht.

Ich stelle mich windgeschützt im Eingangsportal eines mittelmondänen Hotels unter und starre – schon leidlich empört – zu Boden. Auf eine romantische Spiegelung in der ölschlierigen Pfütze vor mir zu warten, ist zwar statthaft, wird aber von der Realität skrupellos enttäuscht.

Stattdessen spricht mich ein kolossaler Afroamerikaner im Livree an: in einstimmigem Falsett – wie „Gesprochenes von den Bee Gees“. Als wäre ihm ein Literchen Anabolika auf den Stimmbändern kleben geblieben. Grotesk.

Jetzt nur nicht lachen!

Mitteleuropäer mittlerer Größe und mittlerer Statur werden diesem Hotel-Hünen sicher als Amuse gueule serviert.

Der Hüne (zwitschernd): „May I help you?“

Ein schwarzes, überdimensionales Quietsche-Entchen!

Er gleicht einer ganzen Nacht auf zwei Beinen. Die strahlenden Augen leuchten wie zwei Fixsterne auf mich herunter.

Aber wenigstens ist er politisch korrekt! Gelbe Entchen standen bei mir schon lange im Verdacht, ein Instrument unverhohlener Diskriminierung in zivilisierten Badewannen zu sein.

Ich (frierend, belustigt und vorsichtig): „What can I do on a Sunday afternoon in such a gloomy city?”

Die Antwort erwartet mich aus dem Stimmfach eines präpubertierenden Sängerknaben.

Der Hüne (piepsend, lächelnd und kurz): „The Casino!“

Kennen Sie den Ton einer kreischenden Kreide auf einer Schultafel? Das „a“ in „The Casino“ bringt mein Trommelfell zum Vibrieren. Aber mein verdutzter Gesichtsausdruck und meine für ihn sicher hilflose wie mickrige Erscheinung zwingen den Koloss, entschlossen nachzusetzen.

Der Hüne (kieksig): „Take the Tunnel Bus“

Der krokettenmächtige Zeigerfinger (in gestählter Ausführung!) weist mir eine Richtung. Ein weiteres Windhöschen der Stärke 17,4 macht mir die Entscheidung leicht: „The Casino“ klingt nach einer herzerwärmenden Zuflucht.

Ich: „Du hältst jetzt die Klappe und wir trollen uns, klar?
Ich: „Wollen wir ihn nicht fragen, ob er die Ulmer Spatzen kennt?

Ich: „Du spinnst wohl?

Ich: „Aber du hast seine Nasenlöcher gesehen, oder?

Ich: „Eindrucksvoll.“
Ich: „Eindrucksvoll? – Das sind vierspurige Tunnelröhren, Junge!“
Ich: „Das geht zu weit!

Ich: „Hab dich nicht so, die müssen so sein.

Ich: „Wegen was? Damit sie zu seiner Größe passen?

Ich: „Nein, du Holzkopf, wegen der Gleichberechtigung.

Ich: „Wie bitte?

Ich: „Hast du diese Finger gesehen? Artikel 21: Das Recht auf Nasebohren ist unantastbar.

Mein erster Lichtblick für heute sind die öffentlichen Verkehrsmittel. Für Eingeweihte des öffentlichen Nahverkehrs – vor allem aus einer deutschen Großstadt – ein Kinderspiel: Vom Kauf einer Fahrkarte bis zur Orientierung auf dem Busfahrplan ist alles ein Stückchen Heimat; nur hier in Detroit eben zwischen ein paar Trümmerbergen.

Der aufmerksame Leser wird sich aber schon fragen: „Tunnel Bus“?

Die Antwort ist denkbar einfach: „…wegen eines Tunnels!“

„Aha!

Welcher Tunnel das ist und wohin mich dieser führt, verbirgt sich indes noch im unwirscher werdenden Regengestöber dieses grässlichen Nachmittags. Ich sitze auf dem einzig freien Platz neben einer aufreizend desinteressiert wirkenden Mittvierzigerin. Sie nimmt keine Notiz von mir, starrt auf ihr Buch und scheint von ihrer Außenwelt entkoppelt.

Der zweite Nullpunkt: Geographie „Setzen, sechs“…

Mir wird schneller warm, als mir lieb ist, denn ein erstes Herzflimmern ereilt mich am Tunneleingang. In einer kurzen Autoschlange davor. Ich sehe

  • offizielle Uniformen (in tausend Hollywood-Filmen gelernt!),
  • verspiegelte Sonnenbrillen (Marke: „Midnight run“!) und
  • video-bewachte Schranken (schlagende Beweise eines paranoiden Amerika!).

Ich wende mich meiner abgeschotteten, etwas darmverstopft dreinschauenden Sitznachbarin zu.

Ich (leise, als würde das beim Lesen weniger stören): „Where does this bus go to?“

Ich stelle die Frage möglichst beiläufig und mit meinem gewinnenden „Ich-hab-zwar-mächtig-viel-Ahnung-aber-ich-will-mich-noch-mal-rückversichern-Lächeln“!

Sie (erstaunlich aufgeschlossen, gerader Blick in meine Richtung): „Windsor.“

Ich: „Windsor?
Ich: „Hab ich auch verstanden.

Ich: „Wir müssen hier raus?

Ich: „Bleib cool
!

Ich (etwas destabilisiert, suche Halt in Richtung der Schranken): „I see, I see!”

Sie (lächelt): „The sister of Detroit.”

Ich: „Detroit hat eine Schwester?
Ich: „Die Partnerstadt vielleicht.

Ich: „In England?

Ich: „Genau! – Und der Tunnel unterquert den Atlantischen Ozean.

Ich (leise): „Windsor! The sister! Yes, yes!“

Sie (mitfühlend): „On the other side of the river.”

Ich: „Es gibt also einen Fluss in Detroit.
Ich: „So, so.

Ich (wissbegierig nickend): „And why do Americans need policemen in front of a tunnel?”

Sie (neigt den Kopf): „Border control.”

Ich: „Heißt das nicht Grenzkontrolle?
Ich: „Dachte ich auch.

Ich (hake lieber nach): „Sorry?”

Sie (in ihren Augen spiegelt sich mein schlichtes erdkundliches Verständnis, sie lächelt): „Border control!”

Ich (telegraphiere meine Ahnungslosigkeit mit meinen Schultern – so unmerklich wie nur irgend möglich, sehe aber in ihren Augen ein großes Wohlwollen): „Hm?”

Sie (grinst): „We’ll pass the border!”

Ich: „Das heißt doch Grenze, oder?
Ich: „Tut es!

Pause!

Sie (grinst breiter): „To Canada!”

Ich: „Nach Canada?
Ich: „Unter einem Fluss durch?

Jetzt geht es Schlag auf Schlag.

Ich: „The border?“
Sie: „Yes!“
Ich: „To Canada?”
Sie (mit versteinerter Miene): „No! To Mexico!”

Ich: „Nach Mexiko?
Ich: „Quatsch! Die will uns auf den Arm nehmen.“

Ich mag es ihr nicht verdenken. Jetzt hat diese Frau auch noch Humor.

Sie (lacht laut auf): „Windsor is a Canadian City!”

Ich: „Wow!”

„So, so!

Das zweite Herzflimmern erreicht mich, als die Schranken sich vor uns öffnen. Die Beamten mit den Sonnenbrillen winken dem Busfahrer zu. Man kennt sich. Wir passieren! Die staatlich gelieferten Augengläser an den adrett Uniformierten wirken in diesem breiigen Einheitsgrau des Tages wie der Zwang eines knebeligen Werbevertrags oder eine staatliche Subvention für die örtliche Optiker-Gilde. Ohne jede Absicht und aus dem tiefen Tal der geographisch Bildungsarmen kommend, unterquere ich eine Staatsgrenze von Amerika nach Kanada – ohne meinen Reisepass! Ich befinde mich hinter der Schranke in einem Tunnel-Niemandsland! Ein drittes Herzflimmern. Ich sage nichts mehr.

Der dritte Nullpunkt: Niemand weiß, wo ich bin…

Die kanadische Grenze ist binnen wenigster Minuten erreicht, und die scheinbar geklonten Staatsbediensteten auf der „Ahorn-Seite“ (mit den gleichen Sonnenbrillen!) interessieren sich für die Einreisenden in etwa so eingehend wie die Originale auf der „Stars-and-Stripes-Seite“ für die Ausreisenden: rein gar nicht!

Kurze Zeit später spuckt der Tunnel-Bus mich aus: „The Casino!“. Ich höre eine vertraute Stimme in meinem Kopf.

Alles wird gut!

Meine Sitznachbarin (lächelt ihr bestes Lächeln): „Good luck!“

Ich (nicke ihr zu): „Thank you!“

Damit betrete ich eine Spielhalle, die einem beeindruckenden A380-Hangar gleicht. Gewaltig! Das gigawattige Neonlicht löscht alle hässlichen Erinnerungen an Grenzen, Schranken, Sonnenbrillen und Pässe sowie alle bösen Vorahnungen aus meinem Kopf. Mein lässiges Spiel an verführerischen Roulette-Tischen und einarmigen Banditen ist sorglos. Meine gesamte 50-Dollar-Barschaft ist schneller verzockt, als ein hochbegabter Grenzer ‚Sunglasses‘ sagen kann!

Ein dreikommafünfter Nullpunkt: fast pleite…

Ich entschließe mich, meinen Ausflug in dieses ruinöse Spielerparadies zu beenden. Ein bis zwei Wimpernschläge später sitze ich wieder in einem der Tunnel-Busse.
Wohlgemerkt: Diesmal in die andere Richtung. Vor den Busfenstern regnet und stürmt es, als könne man die Tristesse des Tages mit querfliegendem Regen abwaschen oder gar wegschwemmen. Noch gute fünfzehn Stunden bis die Messetore sich öffnen.

Alles wird gut!“           

So huscht es mir ein weiteres Mal durch ein paar Hirnlappen. Tatsächlich: Die kanadische Grenze passieren wir auf dem Rückweg ohne Zwischenfall und Störung. Und unversehens befinde ich mich wieder im Niemandsland des Tunnels. Zurück auf der amerikanischen Seite bleiben entgegen all meiner Hoffnung die Schranken geschlossen. Nur die Bustüren gehen auf. Alle Reisenden erheben sich und verlassen gut dressiert und ohne viel Aufhebens den Bus.

„Eine Standardprozedur scheint mir.“

Im Wachhaus bei den Kollegen der „Thank-you-for-your-cooperation“-Fraktion geht es geordnet und ohne große Hektik zu. Allerdings legen Anweisungen, Fingerzeige und Abtastvorgänge ein beredtes Zeugnis einer imposant trockenen Kundenorientierungs-Sahara ab: viel emotionale Dürre und vor allem Sand im „The-Customer-is-king-Getriebe“. Das Personal hier drinnen trägt die gleichen Sonnenbrillen wie die Kollegen vor der Tür. Das neonröhrige Licht aus den Siebzigern flackert mit meinem Herz um die Wette, und mein offizieller Personalausweis der Europäischen Union löst Kopfschütteln aus, meine ersten Erklärungsversuche Schulterzucken. Zu Beginn! Dann…

Ich (mit beruhigendem Unterton): „Like I’ve already told you: My passport is at my hotel!“

Eine Sonnenbrille (schwarz, breit, Bass): „We need your passport, Sir. Please!“

Ich (ganz sicher, dass sich alles gleich klären wird): „Yes, I know but I didn’t realize that I crossed the borderline to Canada, and…”

Eine zweite Sonnenbrille (ebenso schwarz, ebenso breit, Bariton): „Your passport, Sir!”

Warum hat er das „Please“ weggelassen?

Ich (ganz sicher, dass ich nur ausgesucht höflich sein muss): „Would you please be so kind to give me the chance for an explanation?“

Die erste Sonnenbrille (hebt sichtbar die rechte Hand, ein Stoppzeichen): „Yes, but first of all we need your passport?”

Warum hat er jetzt auch noch das „Sir“ weggelassen?

Ich (doch etwas verunsichert): „Sorry, I wanted to make a little trip through the lovely city of…“

„Und warum habe ich jetzt „Sorry“ gesagt?

Jetzt wieder die andere Sonnenbrille (zweisilbig): „Passport!”

Ich: „Hörst du auch den gereizten Unterton?
Ich: „Nicht nur das: Sieh dir mal die Mundwinkel der beiden an.“
Ich: „Zeigen verdächtig weit nach unten.

Ich: „
Und das „your“ ist auch noch verschwunden.
Ich: „Hier richten wir nichts aus.

Ich: „Null!“
Ich: „Wie heißt es so schön: Wenn in Krisenzeiten keine Worte mehr übrig sind,…

Ich: „…folgen Taten.“
Ich: „So viel ist sicher.

Ich: „Dann hat die Diplomatie nur noch einen Platz auf der Reservebank.“

„Mir läuft die Zeit für eine friedliche Lösung davon.“

Ich (die Not ist körperlich, die Sonnenbrillen auch): „Would it be possible to explain my situation, because…?“

Die erste Sonnenbrille hebt beide Hände. Ich verstumme!

Ich: „Keine Chance!“
Ich: „Wenn wir noch einmal den Mund aufmachen,…“
Ich: „…
wird man uns amtlich und körperlich maßregeln.
Ich: „Ganz sicher!“
Ich: „Da sind wir uns einig.

Ich: „Und wie kriegen wir die Aggression aus diesem Raum?“

Plötzlich packen mich von links und rechts aus dem Nichts kommend zwei Beamte mit Gardemaß wortlos und unsanft unter den Achseln.

Die Panik ist da!

Mehr getragen als geführt, eingerahmt von zwei Sonnenbrillen, werde ich zu einem Streifenwagen bugsiert. Ein Räderwerk mit mächtiger Außenwirkung. Alles, was ich sehe, sind das Ego bürstende Blaulichter auf dem Wagendach…

Ich: „Respekt! Das sind Selbstbewusstseinsaufheller erster Güte.
Ich: „Sei still! Wir haben weiß Gott andere Probleme.“
Ich: „
Die Polizeiautos zu Hause sind Miniaturen gegen diese Staatsmacht auf Rädern.
Ich: „Wo bringen die uns hin?“

Mein Gesichtsausdruck in der Spiegelung der ganzen Brillen um mich verrät mir meine eigene überfließende Verdutztheit.

Der vierte Nullpunkt: Ich denke an Gefängnis…

Alles Liebe von meinem 50. Geburtstag und nächstes Wochenende geht es weiter
Euer Paul

 

 

 

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8 Kommentare zu „Aus dem Unterholz der Dummheit – Kapitel 8 (Teil 1)“

  1. Guten Morgen lieber Paul, ich habe heute wieder neue Wörter gelernt wie zum Beispiel „Regengestöber“ oder „darmverstopft“. Sicherlich ist ein Begleitservice von zwei humorenterbten Sicherheitskräften kein wirklicher Spaß, aber ich bin schon gespannt, wie du wieder zurück ins (tatsächliche) gelobte Land gekommen bist 🙂

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    1. Lieber Arno,

      wenn ein Autor, Koch und Fototgraf, schlicht eine Seele für die schönen Dinge, gar noch ein paar neue bescheidene Worte durch meine limitierte Erzählkunst hinzugewinnen kann, ist mir das Lob und Ehre bis ans Ende dieser, meiner nächsten und wahrscheinlich auch meiner übernächsten Geschichte.

      Und ja, Du darfst gespannt sein, denn, was in der Einleitung der Geschichte steht, ist wahr: Und mir bricht jetzt gerade zum vierten Mal der Schweiß wegen dieser Sache aus :-).

      Liebe Grüße
      Dein Paul

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    1. Lieber Ignaz,
      das wird erst noch, denn was mir da widerfahren ist,
      spottet nicht nur einer noch so kunstvollen Beschreibung, nein, es
      spottet auch einem Allergnädigsten, der an diesem Tage wohl auf
      Dienstreise bei den wirklich Bösen war.
      Dein Paul

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  2. Hej Paul, Du denkst an Gefängnis … auch an die Dicke?
    Endlich, ich kann’s kaum erwarten.
    Schönen Fuffzicher! Gruss Dein StrenGeheim

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