Aus dem Unterholz der Dummheit – Kapitel 3 (Teil 2)

Liebe Leserinnen und Leser,

vorneweg:
Die Tachonadel vibriert im autobahnnahen Bereich meiner blau schimmernden Instrumententafel. Innerorts ein knastverdächtiges Vergnügen. Die weibliche Stimme der Notrufzentrale verströmt den Charme einer oberlippenbarttragenden Politesse. Der Toyota vor mir dürfte gleich in der Zeit zurückreisen, wenn er noch etwas schneller fährt, und meine innere Uhr läuft in einem parallelen Raum-Zeit-Gefüge, während mir die Sonne über den Rückspiegel einen anhaltenden Lichtblitz auf die Netzhaut schießt. Der üppige Adrenalinspiegel lässt meine Schläfen mit einem Fäustel pochen.

Zeit zum Nachdenken, Adrenalin (wir erinnern uns):

„Mit Adrenalin steht das Team im Vordergrund!“

Wer Lust an Vereinsamung verspürt, Spaß an Isolation empfindet, den Eigenbrötler an sich schätzt oder – hin und wieder– die eigene Gesellschaft vorzieht und dabei gerne den verbitterten Einzelgänger, den tumben Schweiger oder den stinkfüßigen Eremiten geben mag, sollte mal einen Abnabelungsversuch mit diesem Stresshormon unternehmen. So wie ich an diesem denkwürdigen Morgen. Die Symptome sind auch in kleineren Dosierungen äußerst konturscharf. Mit Adrenalin funktioniert „Cocooning“ im Alleingang. Da bekommt Selbst ist der Mann eine schweißelnd neue Bedeutung:

• fern der Familie, fern den Freunden, fern den Kollegen,
• fern aller möglichen Verbindungen mit einem menschlichen Wesen
(von der charmekargen Stimme aus der Notrufzentrale einmal abgesehen),
• fern der guten Sitten (oder was man dafür halten mag) und vor allem
• jenseits auswendig gelernter Konventionen, jenseits sozialer Kontrolle
und – nota bene – jenseits vom Rhythmus einer Kehrwoche.

„Allein und anonym!“

Die wahren Männer unter uns wissen, was gemeint ist. Frauen aufgepasst: Hier gibt es einen Gratisblick in die seelischen Untiefen eines Mannes!

„Vorausgesetzt, ihr wollt das wirklich alle sehen!“

„Mann“ kann mit reichlich Adrenalin im Körper – und selbstredend kann das auch das stoppelhaarige Biest in ihm – zeigen, was eine richtige Harke ist, was in ihm steckt, und Mann kann ungeniert eine einstimmige „Meet-me-in-the-Moonlight-Serenade“ auf alle unnützen Straßenverkehrsordnungen dieser Welt trällern:

• in Arschgesicht-Zigeunermoll oder
• in Hampelmann-A-Dur.

Gerade bei einer wilden Verfolgungsjagd oder bei leichtgradiger Schilderblindheit lockt eine willkommene Alternative zum Ödland des Alleinseins oder zum rückenhaarsträubenden Radioprogramm.

Paul Stein empfiehlt zur Erweiterung Ihrer Ausrüstung:

  • ein paar schusssichere Scheiben und
  • ein paar lockere Sprüche, um zwischenmenschliches Packeis zu brechen.

Es folgt nun:

Aus dem Unterholz der Dummheit – Kapitel 3 (Fortsetzung)

Jetzt heißt es, sich zu konzentrieren, denn die Dame der Helferlein-Hotline ist im Hörrohr. Also bloß keine unbedacht diffamierenden, ausgesucht ausfälligen oder betulich aufgesetzten Gehirnfürze in die Freisprechanlage posaunen.

„Es fühlt sich an, als hätte mein Stundenzeiger sich zwischenzeitlich auf den Weg gemacht, meinen Minutenzeiger einzuholen.“

Ich (unterdrücke alles, was unbedingt ins Freie will): „Liebe Kollegen, ich fahre hier mit reichlich überhöhter Geschwindigkeit. Ist euch das klar?“

Sie (als hätte ich in einem Frisörsalon nach einem Darmspiegel gefragt): „Ja! Wissen wir!“

Ich (mein Stundenzeiger beschleunigt weiter): „Jetzt sehe ich den Toyota wieder. Er passiert gleich die Ampel am Uff-Kirchhof. Sie ist grün! Was soll ich tun, wenn sie rot wird?“

Sie (wenn dieses Mädel mal aus der Ruhe kommt, dürfte der Teufel los sein): „Lange Grünphase! Dranbleiben!“

Pause!

Ich überhole einen blauen Skoda rechts! Superbremsbereit! Der Toyota hat das auch gemacht! Die grüne Ampel kommt näher, der Toyota nicht!

Sie (ein fernorales Sinnbild der Entspannung): „Wie ist der Verkehr?“

Ich (das krasse Gegenteil, mit Stoßatmung): „Außer dem Toyota und mir? Übersichtlich!“

Pause!

Ich (meine innere Uhr läuft langsam heiß): „Liebe Leute, es ist halb sechs! Wer soll hier schon rumfahren?“

Sie (als wären ihr die Stimmbänder in eine Gefriertruhe gelegt worden): „Wir sind seit 8 Stunden im Dienst.“

Ich (wenn mich diese Masche wahnsinnig machen soll, bestehen hervorragende Aussichten dafür, aber ein kleiner Scherz kann nicht schaden): „Es ist so früh, dass ich froh bin, vor lauter Gold im Mund überhaupt reden zu können.“

„Da wird doch wohl ein Lächeln zu hören sein.“

Sie (mir schwant, das kleine Wortspiel ist unterwegs in der Polizeikanalisation verschwunden): „Dann ist es besser, wenn Sie sich aufs Fahren konzentrieren, Herr Stein!“

„Na warte!“

ZB-PS 6266 und ich unterfliegen den nächsten Blitzer an der Ampel mit der langen Grünphase.

Ich: „Woher wusstest Du, das Du nicht geblitzt wirst?“
Ich: „Wie bitte?“
Ich: „Du bist gerade mit 105 Sachen an einem Blitzer vorbeigerast.“
Ich: „Na und?“

Ich: „Woher wusstest Du, dass es nicht blitzt?“
Ich: „Das war ein Ampelblitzer!“
Ich: „Und warum ist ein Ampelblitzer kein Geschwindigkeitsblitzer?“
Ich: „Bist Du blöd?“
Ich: „Sag schon!“
Ich: „Lass mich!“

Ich: „Bei Deinem Tempo kriegst Du den Führerschein für die nächsten 75 Jahre entzogen.“
Ich: „Ich hab die Lizenz zum Rasen.“
Ich: „Von wem?“
Ich: „Von dem empathischen Wonneproppen. Da in der Notrufzentrale.“
Ich: „Meinst Du, sie sagt für Dich aus, wenn Du in den Knast wanderst?“
Ich: „Für zu schnelles Fahren geht niemand in den Knast.“
Ich: „Von wegen!“
Ich: „Sicher nicht!“
Ich: „Für zu schnelles Fahren vielleicht nicht, aber fürs Tieffliegen auf Höhe einer Schule allemal.“
Ich: „Hör doch auf!“
Ich: „Den Staat kratzt es nicht, dass um halb sechs überall tote Hose ist!“
Ich: „Du willst Dich nur rächen.“
Ich: „Dein Punktegewinn in der Verkehrssünderkartei wäre achtstellig.“
Ich: „Blödsinn!“
Ich: „Systemabsturz in Flensburg!“

Ich: „Gelaber!“
Ich: „Mehrjähriger Aufenthalt in einem Arbeitslager, mein Junge.“
Ich: „Und Du nervst!“
Ich: „Eine Geldstrafe in der Höhe eines Wolkenkratzers.“
Ich: „Gewaltig.“
Ich: „Und warum hat es jetzt nicht geblitzt?“

„Das sollte man sie fragen.“

Sie (von Aufregung keine Spur): „Wo sind Sie jetzt?“

Ich (endlich eine Frage, mit der man arbeiten kann): „Cannstatter Platz, in Richtung Neckarbrücke. Der Toyota ist etwa 100 Meter vor mir.“

Kein Mucks, kein Ton!

„Das glaubt man doch nicht.“

Ich (meine innere Uhr nimmt wieder Fahrt auf, vielleicht sorgt ein zweiter Witz für etwas Auflockerung): „Wussten Sie, dass man auf dieser Strecke bei 100 Stundenkilometern Grüne Welle hat?“

Keine Reaktion!

„Ja, spinn ich denn?“

Ich (beschleunige weiter): „Ob das bei 200 auch funktioniert?

Keine Antwort!

„Mit der muss man verheiratet sein. Humor braucht man schon mal keinen.“

Ich (bin wieder auf Vollgas): „Ich will jetzt nicht nerven, Ihr Lieben, aber was treiben Sie denn?“

Sie (so hört man sich wahrscheinlich nach einer vierzehntägigen Entspannungsmassage an): „Wir arbeiten!“

Ich (schalte ein weiteres Zahnrädchen hoch): „Sehr gut, da ich ja gerade mit Fahren beschäftigt bin.“

Stille! Mein präzise eingebauter Lacher nach ‚beschäftigt‘ verhallt in der Leitung.

„Rede ich mit einem Polizeiroboter?“

Sie (klingt wie die Stimme aus der Gegensprechanlage einer Schlafschule): „Herr Stein, wir melden uns jetzt für 60 Sekunden ab, bleiben Sie aber in der Leitung!“

„Na prima! Und ich überfliege den Neckar! Mit 100 km/h!“

Körpermehrgeruch
Hier kommt Freude auf: Mit Adrenalin hat man die Chance, schon vor Arbeitsbeginn das erste Hemd durchzuschwitzen. Ich rieche wie der Halbbruder eines kanadischen Mufflons, aber Geruch hin, Gestank her:

Ich: „Was hat die freundliche Dame aus dem Call Center für eher ambitionierte Kleinkatastrophen denn vor?“
Ich: „Eine Phase des Innehaltens.
Ich: „Wie bitte?“
Ich: „
Ein Gläschen im Stehen?
Ich: „Scherzkeks!“
Ich: „Vielleicht ist Schichtwechsel!“
Ich: „Mitten in der Krise?“
Ich: „Oder Yoga im Polizeipyjama?“
Ich: „Du hast einen Knall!“
Ich: „Wir bilden uns das doch nicht ein, oder?“

Ich: „Natürlich nicht.“
Ich: „Vielleicht träumen wir nur.“

Die beherzte Ohrfeige, die ich mir bei diesem Gedanken rechtshändig verpasse, hat die Bezeichnung ‚Watschen‘ verdient. Eine kurze, aber intensive Selbstmisshandlung.

„Verdammt! Das hat wehgetan.“

Ich: „Wir träumen nicht!“
Ich: „60 Sekunden sind ganz schön lang, findest Du nicht?“
Ich: „Eine herbes Stückchen Ewigkeit.“
Ich: „Ich höre nur das Rauschen in der Leitung.“
Ich: „Keine Warteschleife!“

Vernunftwidrigkeit
Ich: „Ein Pfeifchen wäre jetzt nicht übel!“
Ich: „Konzentrier Dich! Der Toyota zieht immer weiter weg.“
Ich: „Hab ich im Griff, aber ein Pfeifchen wäre doch jetzt grandios.“
Ich: „Hat man Dich mit der Muffe gepufft?“

„Soll ich es wirklich wagen, mir bei diesem Tempo eine von meinen fertig gestopften und rauchbereiten Pfeifen anzuzünden? Aufgeregt genug wäre ich allemal.“

Meine rechte Hand zuckt in Richtung Beifahrersitz! Lustraucher legen Ihre Rauchware grundsätzlich dort ab.

Anmerkung des Autors: Ich würde Ihnen an dieser Stelle gerne schreiben, dass kein Mensch so bescheuert sein kann, sich während einer frühmorgendlichen Verfolgungsjagd eine Pfeife anzuzünden. Aber ich kann es nicht.

Noch vor dem Tunnelausgang prangt das edle Stück zwischen meinen Zähnen und ein Feuerzeug erwärmt mein ohnehin schon herdplattenheißes Gesicht. Sie brennt, und ich atme gierig den Rauch ein.

„Wundervoll.“

110 km/h. Ich sehe den Wagen vor mir. Deutlich. Abstand etwa ein Fußballfeld. Ich ziehe an meiner Pfeife. Ungestüm. Ein herausfallender Glutbrocken landet auf meinen Handrücken.

Schmerzunempfindlichkeit
Ich spüre nichts. Gar nichts. Der Schreck aber lässt mich gehörig zucken, und mein Blick folgt der Glut für den Bruchteil einer Sekunde bis…

Sie (ganz die Alte, ungerührt): „Herr Stein, sind Sie noch da?“

„Die 60 Sekunden sind um!“

Ich (mit einem Pfeifchen im Mund ist alles viel einfacher): „Ich habe nicht aufgelegt, wenn Sie das meinen, und der Toyota ist immer noch vor mir.“

Ich nehme einen tiefen Zug!

Sie (unbeteiligt, als wären wir 40 Jahre verheiratet): „Und wo befinden Sie sich?“

Ich (stichelnd statt witzelnd): „Auf Höhe der Schwabengarage. Und wo stecken Sie?“

Sie (irgendwie unbekümmert): „Wir erwarten Sie auf der Höhe der Stuttgarter Oper! Wir haben hier ein optimales Eingreifszenario!“

„Die Tante lock ich jetzt aus der Reserve.“

Ich (mit einem Hauch an Herausforderung): „Super! Und was machen wir, wenn der Toyota am Planetarium abbiegt?“

Sie (pure Nicht-Leidenschaft): „Dann melden wir uns noch mal für ein paar Sekunden ab!“

„Keine Chance.“

Die Pfeife ist wieder aus!

„Scheiße! Tolle Leistung.“

Vor der Linkskurve am ADAC-Gebäude stecke ich die erstklassige Idee, eine Pfeife zu rauchen, wieder in die Mappe auf dem Beifahrersitz. Der Toyota ist schon um die Ecke, und ich habe alle Hände voll zu tun, mein Fahrzeug in der Kurve zu halten. Bei dieser Anstrengung hätte ich wahrscheinlich das Mundstück meiner Pfeife zerbissen.

Sie (ein Telefontraum in Sachen Mitgefühl): „Wo sind Sie?“

Ich (gebe auf, keine Witze mehr): „Neben dem Interconti! Der Toyota ist auf der linken Spur. Es sieht nicht so aus, als ob er abbiegen will! Mein Abstand beträgt noch 50 Meter!“

Sie (Telegrammstil): „Nicht zu dicht auffahren! Tempo jetzt verringern. Wenn Sie aus dem Tunnel vor Ihnen kommen, nicht erschrecken!“

Ich (mit angedeuteter Gänsehaut): „Nicht erschrecken?“

Sie (bürstet mir die Gänsehaut weg): „Wir warten dort mit vier Einsatzfahrzeugen, die sich erst bei Sichtkontakt bemerkbar machen. Bitte fahren Sie direkt nach dem Tunnel auf die rechte Seite hinter das dort wartende Einsatzfahrzeug.“

Ich (mich beschleicht ein mulmiges Gefühl): „Wird gemacht!“

Sie (eindringlich, mit einer scharfen Spitze auf mein Trommelfell) : „Herr Stein?“

Ich (meine innere Uhr ist kaputt): „Ja?“

Sie (Befehlston, das Mädchen erinnert mich verdammt noch mal an die Bundeswehr): „Bleiben Sie im Wagen!“

Ich (aus Unsicherheit schicke ich noch etwas aufgesetzte Lockerheit in die virtuelle Sprechmuschel): „Keine Chance. Ich habe schon mal einen Einzelkämpferlehrgang gemacht.“

Sie (der Ernst in ihrer Stimme betoniert mir das Rückgrat): „Sie bleiben sitzen! Klar?“

Ich (Sekunden-, Minuten- und Stundenzeiger stehen auf meiner inneren Zwölf, High Noon): „Ja!“

Der Tunnel.

Ein eigenartiges Gefühl der Spannung zerrt an mir. Ich höre keinen Ton, als hätte jemand die Umwelt auf „Mute“ gestellt. Fast meine ich zu fliegen. Geräuschlos komme ich aus dem Tunnel heraus. Ich sehe Blaulichter! Der Toyota bremst scharf. Eine mobile Straßensperre macht alles dicht. Wie aus dem Nichts. Blitzschnell. Ich lenke ruckartig nach rechts. Totale Verspannung der Nacken- und Schultermuskulatur. Noch ein bisschen fester und ich reiße das Lenkrad ab. Alle meine Knöchel sind weiß. Das Einsatzfahrzeug vor mir ist größer als mein Auto. Für den Toyota bin ich verschwunden. Ich sehe in diesem Moment gar nichts mehr. Es rauscht in der Leitung.

Ich (leise): „Ich bin jetzt da!“

Sie (eine perfekte Synchronstimme für eine sprechende Injektionsnadel): „Gut. Danke. Bleiben Sie im Wagen, Herr Stein!“

Pause!

Sie (kalt): „Sie können jetzt auflegen!“

Ich warte lieber noch.

Sie (unerbittlich): „Sie können jetzt auflegen!“

Ich (konsterniert): „Echt?“

Sie (mit Nachdruck): „Echt!“

Verschleißerscheinung
Ich fühle mich, als hätte ich gerade die gesamte Baugrube für Stuttgart 21 selbst und mit bloßen Händen ausgehoben. Drei Minuten vergehen. Ich habe nichts außer dem Heck des Stuttgarter Ledernacken-Fahrzeugs vor mir. Ich bin schweißnass. Mein Kopf ist leer, die Pfeife brennt wieder. Fast hätte ich sie mit meinen zittrigen Fingern gar nicht anbekommen. Ich stiere in eine bodenlose Leere (mit welchem Blick wissen Sie ja schon: intensives Nicht-Nachdenken!). Ein Polizist mit schusssicherer Weste (ich habe keine!) kommt auf mich zu. Ich kurble elektrisch die Scheibe herunter.

Er (ganz sicher der Bruder meine telefonischen Begleitung): „Alles in Ordnung! Sie können jetzt weiterfahren.“

Ich (ziehe meine linke Augenbraue angriffslustig nach oben, säuerlich): „Einfach so?“

Der Blick, des sicher sehr gut ausgebildeten Beamten, geht ungestreift durch mich hindurch. Für ein Späßchen sind wir heute Morgen nicht aufgelegt. Sein freundlicher Fingerzeig lässt mir keine Wahl: Ich lasse meinen Selbstzünder selbst zünden, schlage hart ein, grüße mit der linken Hand und verlasse langsam mein Versteck. Die Blaulichter sind aus, der Toyota ist weg. Ich reihe mich in den noch immer sehr dünnen Verkehr ein und sehe im Rückspiegel ein schauerliches Abenteuer entschwinden.

„Ob mir das jemals jemand glauben wird?“

Mein Blick fällt auf den Beifahrersitz. Das Brandloch neben der Pfeifenmappe werde ich niemandem erklären können. Und wenn Sie sich jetzt noch fragen sollten, was denn eigentlich los war, so kann ich Ihnen nur zurufen, dass ich es auch nicht weiß: Bis heute hat sich niemand bei mir gemeldet, es stand nichts in der Zeitung und ich habe nie nachgefasst: Aus Angst, als neugierig zu gelten oder das Mädchen mit der sexy Telefonstimme wieder in der Leitung zu haben. Also habe ich es lieber aufgeschrieben, bevor ich mir selbst noch einzureden versuche, dass alles reine Einbildung war.

Euer Paul

PS: Kapitel 4 von „Aus dem Unterholz der Dummheit“
kommt im September und bis dahin alles Gute für Euch.
Empfehlt mich weiter und teilt mich –
so oft ihr mögt und könnt…

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6 Kommentare zu „Aus dem Unterholz der Dummheit – Kapitel 3 (Teil 2)“

  1. Lieber Paul, auch wenn wir am Ende alle nicht wissen, was eigentlich wirklich los war, so waren wir doch wieder sehr amüsiert. Die Art, wie „dein Stein“ mit sich selbst palavert, ich finde das jedesmal zum Schreien (aber positiv, bitteschön!) und bei dem Ausspruch „Es ist so früh, dass ich froh bin, vor lauter Gold im Mund überhaupt reden zu können“ … hallo, ich werde dir die Reinigungskosten für den ausgespuckten Kaffee auf meinem Shirt in Rechnung stellen!
    Ich freu mich schon aufs nächste Mal und wünsche dir eine gute Zeit!
    Und bitte … fahr langsamer!
    LG Hilde

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    1. Liebe Hilde,

      da Du mir solcherlei Kommentare – Gott sei Dank – nicht vorenthalten magst,
      möchte ich Dir meine unverhohlene Freude darüber zurückgeben, dass ich mit
      dem einen oder anderen Schnipsel nicht nur Deine Lachmuskeln angreife,
      sondern auch Deine Kleidung gefährde.

      Etwaige Reinigungskosten werde ich indes nicht übernehmen, sondern ab jetzt
      im „vorneweg“ ein „Verzehr auf eigene Gefahr“ platzieren!

      Liebe Grüße und schöne Woche
      Dein Paul

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  2. Lieber Paul,
    da ich dieses deiner Abenteuer auch in einer früheren Version kenne und ich schon das Vergnügen hatte, die Geschichte nicht nur im stillen Kämmerlein ganz für mich zu lesen, sondern sie auch vorlesend zelebrieren zu dürfen, war ich besonders auf die neue Version gespannt.
    Und weißt du was? Ich fand ja schon Version 1 super und einen echten Vorlesekracher, aber diese Fassung gewinnt durch die Regieanweisungen und die inneren Monologe so viel an Lebendigkeit und Witz, dass ich die erstbeste Gelegenheit zum erneuten Vorlesen aber sowas von nutzen werde.
    Alles Gute!

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  3. Was soll ich sagen? Vielleicht könnte ich es so formulieren. Ich genieße den Text, die Dialoge, den bissigen Humor, die grandiosen Sprüche, und zwinge mich anschließend alles wieder zu vergessen, da ich ich selber Autor bin, und nicht der Versuchung unterliegen möchte, die Wortbilder bei mir einzubauen – Übrigens, meine Polizisten waren immer freundlich, aber sau uncool 😉

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